Aufräumen in der Corona Krise-Vorfahrt für Gesundheitsschutz – keine Corona Hotspots durch prekäre Beschäftigung

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Der SPD Kreisvorstand hat sich bei seiner letzten Sitzung mit der prekären Beschäftigungssituation und der teils unwürdigen Wohnsituation vor allem von ost- und südosteuropäischen Beschäftigten bei Müller Fleisch in Birkenfeld beschäftigt.

 „Besonders erschreckend sind unwürdige Wohnsituationen von Beschäftigten, die sich in manchen Unterkünften ein Zimmer zu dritt oder zu viert teilen müssen. In solchen Unterkünften können Hygienevorgaben nicht eingehalten werden und sich der Corona Virus wild und ungehindert übertragen. Kommunen und Aufsichtsbehörden haben diese Wohnsituationen über Jahre hin nicht kontrolliert oder sogar geduldet. Das muss jetzt ganz schnell ein Ende haben“, so der stellvertretende Vorsitzende David Mogler.  

Die SPD fordert, dass pro Zimmer nur noch ein Mitarbeiter wohnen darf und ausreichend Gemeinschaftseinrichtungen wie Küche, Bäder und Toiletten zur Verfügung stehen. Werden diese Vorgaben nicht erfüllt, sind die Unterkünfte sofort zu schließen und die Fa. Müller Fleisch hat auf ihre Kosten geeignete Unterkünfte wie Hotels anzumieten. Außerdem stellt sich die Frage, wie auch in den nächsten Wochen überprüft wird, dass der Corona Virus sich nicht weiter ausbreitet. Wir fordern die verantwortlichen Gesundheitsämter auf, umgehend die Schutzpläne offenzulegen, strikte Auflagen zu erlassen und diese auch wirksam zu kontrollieren. Die Menschen im Enztal und allen betroffenen Gemeinden müssen wissen, wie die Pandemie bekämpft wird, sie dürfen nicht im Unklaren gelassen werden.
Prekäre Arbeits- und Wohnsituationen gibt es nicht nur in der Fleischindustrie. Die schnelle Überprüfung betrieblicher Gemeinschaftsunterkünfte wie z. B.  in der Bau- und Landwirtschaft ist dringend notwendig, um die Virenausbreitung zu stoppen. 
„Auffallend ist, dass sich die Landesregierung zu den Problemen bei Müller Fleisch nicht äußert und sich Sozial und Arbeitsminister Manne Lucha (GRÜNE) regelrecht wegduckt. Es hat den Eindruck, dass die Kommunen alleine gelassen werden und sich die Landesregierung einen schlanken Fuß macht und mit den Problemen vor Ort nichts zu tun haben möchte. Es wird höchste Zeit, dass auch die grün-schwarze Landesregierung klar Stellung bezieht, bei der anstehenden Gesetzgebung zur  Verhinderung solcher Arbeits- und Wohnverhältnisse aktiv mitwirkt und nicht so tut, als würde sie das nichts angehen“, so Andreas Reichstein, stellvertretender Kreisvorsitzender.
 

 

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