„Testen gegen Corona!“

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Der SPD Kreisvorstand hatte Anfang März einen 10 Punkte Plan für eine Teststrategie im Landkreis Calw vorgestellt. In einer öffentlichen Videokonferenz wurde jetzt mit kommunalen PolitikerInnen und interessierten BürgerInnen die Umsetzung der Teststrategie diskutiert

Der Kreisvorsitzende Andreas Reichstein konnte in der Runde Frau Andrea Neuwirth, Ärztin im Gesundheitsamt, Florian Kling, Oberbürgermeister der Stadt Calw und die beiden Gemeinde- und Kreisrätinnen Katrin Heeskens und Ulla Utters begrüßen.
Frau Neuwirth informierte kompetent und ausführlich über die unterschiedlichen Testmöglichkeiten, sowie deren Vorzüge und Nachteile. Sie betonte, dass es wichtig sei auch in Betrieben zu testen, damit die Fallzahlen zurückgehen. Oberbürgermeister Kling griff dieses Anliegen auf und schilderte wie er und der Gemeinderat schon Anfang Januar schrittweise eine Teststrategie für Erzieherinnen, Lehrer und SchülerInnen in der Stadt aufbaute und damit auch eine zeitweilige Schließung von KiTa*s verhindern konnte. „Die Schaffung der Testangebote in der Stadt, die inzwischen auch für alle Bürger zur Verfügung stehen, waren für die Stadtverwaltung viel Arbeit, die sich aber ausbezahlt hat“, so OB Kling.

Katrin Heeskens berichtete, dass in der Gemeinde Bad Liebenzell in der Anfangszeit der Teststrategie so gut wie keine Testangebote angeboten wurden, obwohl auch hier der Bedarf schon da war. In anderen Gemeinden wie Calw und Althengstett funktionierte der Testbetrieb bereits, es gab aber nicht genug Kapazität um auch Liebenzeller BürgerInnen dort mitzutesten. Inzwischen hat sie mit ihrem Mann in Möttlingen selbst ein Testzentrum aufgebaut, dass vor allem am Wochenende sehr nachgefragt wird, weil die anderen Testzentren an Sonntagen geschlossen sind. „Ein negatives Testergebnis ist kein Freifahrtschein, sondern nur eine Momentaufnahme. Es ist aber wichtig, dass durch das Testen symptomlose aber ansteckende Personen herausgefunden werden“, erläuterte Heeskens.

Aus Altensteig war die Allgemeinärztin Dr. Ulla Utters zugeschaltet und teilte ihre Erfahrungen vor allem über das Testen an Schulen mit. „Am wichtigsten ist Testen in Einrichtungen in denen viele Menschen täglich zusammen kommen- wie Schulen, Kindergärten und am Arbeitsplatz. Wenn dort positive Tests vermehrt auftreten, kann man einen Ausbruch eindämmen. Auch Grundschulkinder können nach Anleitung und unter Aufsicht von Lehrer/innen die Tests mit Abstrich im vorderen Nasenraum gut selbst durchführen, sie finden das Testen sogar interessant“, teilte Dr. Utters mit.

Nach einer Diskussionsrunde konnte festgehalten werden, dass die Testangebote im Landkreis Calw deutlich ausgebaut wurden und für die Bewohner wohnortnah und überwiegend auch ohne umständliche Anmeldung erreichbar sind. Einig waren sich die Teilnehmenden, dass sowohl personell als auch technisch der Gesundheitsschutz sowie der Katastrophenschutz in den Behörden ausgebaut werden muss – hier wurde über viele Jahre an der falschen Stelle gespart. 

SPD-Kreisvorstand Calw
i. A. Andreas Reichstein (Kreisvorsitzender)

 

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